Hideaki Yamanobe
Malerei und Zeichnung

Eröffnung der Ausstellung:
Mittwoch, den 13. September 2017, 19.00 Uhr
13. September bis 14. November 2017

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog:
96 Seiten, 56 Abbildungen


Scratch, No. 7-2, 2007, Acryl auf Leinwand, 170 x 212 cm


Hideaki Yamanobe, 1964 in der Nähe von Fukushima geboren und in Deutschland und Japan lebend, zählt international zu den bedeutenden Künstlern der mittleren Generation. Sowohl der östlichen wie der westlichen Tradition verpflichtet, fand er schnell zu einem unverwechselbaren bildlichen Ausdruck. Die Materialität der Arbeiten mit ihren transparenten, dann wieder opak wirkenden, auf Schwarz und Weiß aufbauenden Farbschichten korrespondiert in vielfältiger Weise mit räumlichen und atmosphärischen Bezügen. Die Stimmungswerte und Naturvorstellungen bewahren dabei etwas Unbestimmtes, der Gefühlsgehalt erscheint wie nach innen verlegt, und man wird immer wieder auf die Malerei selbst verwiesen. Graphische Elemente, Linienzüge und Ritzungen, führen zu einer Rhythmisierung und formalen Verfestigung. Zuweilen, vor allem in den Arbeiten auf Papier, bekommt das gegenständliche Element ein größeres Gewicht. Die genuinen Qualitäten offenbaren sich in jedem Format, ob in den Miniaturen oder den großen Leinwänden. Mit sparsamsten Mitteln und auf der Basis der farblichen Beschränkung, die erst den Nuancenreichtum ermöglicht, entstehen Bildlösungen von großer Eindringlichkeit.

Vielfältige Berührungspunkte bestehen mit der Musik. 2000 und 2002 realisiert Yamanobe für Helmut Lachenmanns „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ die Bühnenausstattung für die Aufführungen in Tokyo und den Salzburger Festspielen. Auf der Veranstaltung von Matthias Pintscher im März 2017 in der Elbphilharmonie Hamburg stellt der Künstler im Programmteil „Kunst und Musik“ neue Arbeiten vor. Unter den vielen Ausstellungen setzten besondere Akzente 2003 die Kunsthalle Mannheim, die in einer Gegenüberstellung bedeutender künstlerischer Positionen Carl Andre und Yamanobe zusammen präsentiert, 2008 die Ausstellung im Schloss Morsbroich „Stratus“, 2013 diejenige im Marburger Kunstverein unter dem Titel „Die Fülle der Leere“.

Zur Galerieausstellung erscheint ein Katalog, der einen konzentrierten Überblick über das Werk des Künstlers und die verschiedenen Werkgruppen gibt. Er umfasst 96 Seiten, 58 Abbildungen, mehrere Textbeiträge und eine kommentierte Biographie.


Two Feeling, 2015-2, 2015, Acryl auf Leinwand, 70 x 90 cm