Lucie Beppler wurde 1961 in Wetzlar geboren. Nach dem Studium der
Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen, ab 1985 Studium der
Malerei an der Städelschule in Frankfurt am Mai. 1996 Beteiligung an der 11.
Nationale der Zeichnung im Zeughaus Augsburg mit Katalog. 2000 Kunstförderpreis
der UBS Basel, im gleichen Jahr Ankauf von Arbeiten der Graphischen
Sammlung des Städelschen Kunstinstituts Frankfurt. 2001 Maria Sibylle Merian
Preis des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Ankauf des
Museums für Moderne Kunst Frankfurt eines größeren Werkkomplexes. 2003
Überblicksaustellung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. 2006 Beteiligung
an der Ausstellung der bedeutenden Sammlung zur Moderne der ING Belgium
Collection Brüssel. Die Zeichnungen von Lucie Beppler sind abstrakte, flächendeckende Bilder
von großer Verschiedenheit in der Anlage, in der Strichbildung und der
Oberflächenbearbeitung. Innerhalb der Beschränkung vorrangig auf das
Schwarzweiß entstehen komprimierte lineare Gebilde, wie gleichzeitig helldunkle
Raumschichtungen. Die Intensität der Blätter entwickelt sich aus den
technischen Voraussetzungen und der Vorgehensweise, dem Arbeiten mit
unterschiedlichen Instrumenten und den Grundierungen. Verletzungen der
Oberfläche, Grate und Furchen durch scharfe Einzeichnungen ergeben einen
haptischen, reliefartigen Charakter. Zart unterlegte Quadrierungen und
Lineamente können die dichten Linienknäuel, Durchkreuzungen, Überlagerungen
und endlosen Liniennetze auffangen. Im Ergebnis und im Nachvollzug
findet eine Verschiebung von der formalen Ebene auf existentielle Inhalte statt.