Karl Bohrmann, 1928 in Mannheim geboren, war 1972 bis 1980 Lehrer
an der Städelschule Frankfurt. 1964 erhielt er den Premio Lugano,
1969 den Deutschen Preis der Mostra Biennale Internazionale Della Grafica,
Florenz, 1982 das Villa-Romano-Stipendium in Florenz. 1984 war er
Ehrengast in der Villa Massimo, Rom, seit diesem Jahr Mitglied
der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München.
1998 starb er in Köln. Die letzten bedeutenden Museumsausstellungen
fanden 2006/2007 im Altana Kulturforum in Bad Homburg und
in der Staatlichen Graphischen Sammlung, Pinakothek der Moderne,
München statt. 2016 erschien die große Publikation mit Arbeiten
aus dem Nachlass im Sieveking Verlag, München.

Karl Bohrmann versuchte, das Wesen des Zeichnerischen zu erspüren:
Es galt den Moment zu erhaschen, in dem „die Zeichnung sich selber
zeichnet. Dass in dieser Temperatur das Wissen und Wollen, alle
zeitlichen Zwänge sich auflösen. Dass es das Simpelste von der Welt wird,
dass nichts dazwischentreten darf, dass es um den Anfang geht,
das plötzliche Dasein, um Gegenwärtigkeit, Gewahrsam.“ (Karl Bohrmann)