Mona Breede wurde 1968 in Kiel geboren. Nach der Ausbildung zur Fotografin in
München Studium an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. 1999
Einzelausstellung im Goethe-Institut London parallel zur Gruppenausstellung
“Reconstructing space: Architectue in Recent German Photography” in der
Architectural Association in London. 2001 Preisträgerin von “starshots 01”, dem
Fotopreis von dit. 2005 Einzelausstellung in der Neuen Börse Frankfurt, im
gleichen Jahr Förderpreis der Art Cologne. 2006 Ausstellung “Der Hintergrund
der Existenz im Goethe-Institut Lyon. 2008 Ausstellung im Museum für Moderne
Kunst Moskau. 2010 Beteiligung und Referentin bei den Darmstädter Tagen der
Fotografie. 2012 Hanna-Nagel-Preis, mit Ausstellung in der Städtischen Galerie
Karlsruhe und Katalog. Zentral sind in der Arbeit der Künstlerin Menschen im öffentlichen, städtischen
Raum. Die Architekturen bilden die Folie, sie sind darüber hinaus Ausdrucksträger
und gewinnen Zeichencharakter. In den Inszenierungen ist eine soziale
Komponente gegenwärtig oder wird zum eigentlichen Gegenstand, wie
Einsamkeit und soziale Spannung und die vielfältigen Konfliktpotentiale der Zeit.
Das wird wie in Tableaux vorgeführt, mit bühnenartigen Regie- und Lichteffekten
und choreographischen Anklängen. Die Szenen verlieren aber hierbei, in der
zeitlichen Verdichtung und in ihrer sinnbildlichen Aussage nie an Authentizität
und Natürlichkeit. In den Panoramabildern können die verschiedenen Bildebenen
und semantischen Bezüge die Komplexität der Realitätsverweise noch
steigern.