Das vorrangige Material, mit dem der Bildhauer Jens Trimpin, 1946 geboren, arbeitet, ist der
Stein, vorrangig Marmor, daneben Granit. Außerdem entstehen Arbeiten in Acryl,
Wandreliefs, Projekte für den öffentlichen Raum sowie freie Zeichnungen. Die zentrale
Forderung der Materialgerechtigkeit bedingt ein entsprechendes Vorgehen, ein jeweils
anderes Verhältnis im Umgang mit Volumen, Form und Licht. Die Grundformen der
Skulpturen können ganz unterschiedlich sein, mehr liegend oder kubisch oder stelenartig.
Geringe Abweichungen in der Bearbeitung der Blöcke, die sich während des, sehr
langwierigen, Arbeitsprozesses ergeben, führen darüber hinaus zu je ganz individuellen
Lösungen. Es gibt nicht nur einen Standpunkt für die Skulptur, sondern unterschiedliche
Ansichten. Wesentlich ist der Eindruck einer dem kompakten, monolithartigen Stein, seiner
Schwere bis zu einem Grade entgegenwirkenden Labilität und Entstofflichung, zuweilen
scheint der Stein in leichte Schwingungen versetz. Das gibt den Arbeiten eine Spannung und
in allen minimalen Abweichungen eine große Offenheit. Die sinnliche Präsenz der Skulpturen
wird dadurch zusätzlich erhöht. Mit seinem Werk nimmt der Künstler eine ganz
eigenständige Position in der Skulptur der Gegenwart ein. Arbeiten unter anderem im
Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, in der Kunsthalle Mannheim, im Von der Heydt-
Museum Wuppertal, im Museum für Neue Kunst Freiburg.