Der dänische Künstler Per Kirkeby (1938 – 2018) wandte sich nach einem Studium
der Geologie der Malerei zu. Er nahm 1976 an der Biennale in Venedig teil,
1983 an der documenta 7 in Kassel und hatte Professuren
der Kunstakademie Karlsruhe (1977 – 1988) und der Städelschule Frankfurt
(1989 – 2000) inne. Er ist in den wichtigsten europäischen und
amerikanischen Sammlungen vertreten und war von großem Einfluss auf
eine Vielzahl von Künstlern der jüngeren Generation.

In dem umfangreichen und vielschichtigen Werk dominiert die Malerei.
Der Künstler schafft Landschaften im weitesten Sinne, es sind erinnerte
Naturbilder, die sich aus dem Malprozess entwickeln. Aus Disparatem,
aus Formelementen kristallisieren sich in Schichten die farbgesättigten
Strukturbilder heraus. Motivisches und Stimmungshaftes, die Vorstellung
von Wandlungsprozessen findet sich in Anklängen. Die Papierarbeiten
besitzen in dem Werk einen besonderen Stellenwert; sie zeichnen sich
im Vergleich zu der Materialität und farbigen Dichte der Leinwände
durch ihre Transparenz und Lichthaltigkeit aus.