Joan Hernández Pijuan wurde 1931 in Barcelona geboren und starb 2005. Er ist
einer der wichtigsten spanischen Maler seiner Generation. 1960 und 1970
vertrat er sein Land auf der Biennale in Venedig. Ab 1976 Professur an der
Akademie der Künste in Barcelona, ab 1989 eine solche an der Universität von
Barcelona. 2000 Überblicksausstellung zur Zeichnung im Rupertinum in Salzburg.
Im gleichen Jahr Beteiligung an der großen Ausstellung zur spanischen Zeichnung
im Sprengel Museum Hannover. 2003 Retrospektive des Museu d’Art Contemporanei
von Barcelona. Auf der Biennale von Venedig 2005 Sonderschau
zusammen mit Agnes Martin. 2011 Ausstellung „Farben der Erde“ der ALTANA
Kulturstiftung im Sinclair-Haus Bad Homburg. Hernández Pijuan beschäftigt sich mit dem Raum, der Landschaft, den
Gegenständen in zeichenhafter Verknappung, mit starkem Bezug auf den
malerischen Prozess. Die Entwicklung vollzog sich in verschiedenen längeren
Etappen, dabei weitgehend unabhängig von zeitgenössischen Strömungen;
Anregungen sind mehr prinzipieller Natur. Die Landschaft, die karge Landschaft
seiner Heimat, ist seit Beginn der siebziger Jahre das zentrale Thema, die
Auseinandersetzung mit ihr steht dabei in direkter Verbindung mit der maleischen
Analyse des Bildraums. Die Farbskala beschränkt sich auf wenige erdige
Töne. Malerei und Zeichnung sind gleichrangig, beide durchdringen sich, sie
unterscheiden sich im Verhältnis zum Bildgrund; die Zeichnung ist dabei für die
Entwicklung und den Klärungsprozess konstitutiv. Immer hat das Zeichen als
elementare Form eine sinnliche Präsenz, ist dabei mehrdeutig und behält
zugleich einen malerischen Eigenwert im Dienst der bildlichen Autonomie.