Jack Sal wurde 1954 geboren; er lebt und arbeitet in New York und in Umbrien.
Das konzeptionelle Arbeiten des Künstlers bleibt in der Realisierung immer stark
der Örtlichkeit und dem Material verhaftet. Die Reflexion wird durch die
stringente Form der Realisierung anschaulich ausbalanciert. Projekte unter
anderem 2003 Re/Pose (for David Smith) in Spoleto, 2005 Art/&/Memory in Pisa,
Minor/Key in Venedig, Mahnmal 2006 in Kielce, Polen. Arbeiten unter anderem
im Stedelijk Museum Amsterdam, in der Kunsthalle Bielefeld, im Museum Ludwig
Köln, Israel Museum Jerusalem, Museum of Modern Art New York, Museum für
Moderne Kunst Wien. Die Kunst Jack Sals ist grenzüberschreitend angelegt und zutiefst prozeßhaltig.
Der Künstler verwendet in seinen Installationen vorwiegend die Materialien Stahl,
Blei und Photopapier, wobei das Ambiente, der historische und lokale Kontext,
eine tragende Rolle spielt. Die Örtlichkeit wird unter Einbeziehung des Lichts und
des Faktors Zeit einer Strukturierung unterworfen, wie gleichzeitig das
Kunstwerk einem Veränderungsprozess. Die herkömmliche Kategorie des in
seiner einmaligen Erscheinung definierten Werks ist partiell außer Kraft gesetzt.
Die Zeichnungen sind ein wichtiger Teil der Arbeit. Sie entstehen projektbezogen
oder autonom und unterliegen strukturell und konzeptionell den gleichen
Bedingungen, in ihrem Lineament, ihrer sequenzartigen Minimalisierung und
ihren prozesshaften Implikationen. Sie visualisieren die Problemstellungen mit
ihren Mitteln, erschließen dabei eine eigene ästhetische Dimension.