Ulrich Schwarz wurde 1963 in Wuppertal geboren. Nach dem Architekturstudium
an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart Ausbildung zum
Fotografen mit Schwerpunkt Architekturfotografie. Arbeitet unter anderem mit
Stefan Braunfels, Herzog& de Meuron, Hans Kollhoff, I. M. Pei zusammen.
Veröffentlichung in zahlreichen Fachzeitschriften, Buchveröffentlichungen:
Stefan Braunfels, Pinakothek der Moderne München, 2002, I. MN. Pei, Der
Ausstellungsbau für das Deutsche Historische Museum, 2003. Ziel der Arbeit von Ulrich Schwarz ist, als neutrale Vorgabe, die Wiedergabe der
Architektur mit fotografischen Mitteln. Die Dreidimensionalität der Architektur,
das Innen und Außen, Räume und Raumfolgen führen zu der Konsequenz, dass
die Übersetzung ins Zweidimensionale an Hand von Bildsequenzen erfolgt;
daneben steht die herausgehobene Einzelaufnahme. Auf inszenatorische Mittel
wird verzichtet, wichtig ist die Nachvollziehbarkeit des Standpunkts. Das
erfordert eine analytische Distanz zur Architektur, auch die Vermeidung
extraordinärer Blickwinkel. Die fotografische Reproduktion ist vergleichbar mit
einem Dialog, der auch auf den gedanklichen Ursprung des Gebäudes verweist.
Dies geschieht im Bewusstsein, dass das fotografische Abbild immer eine eigene
Bildrealität erzeugt. So gehen die Sorgfalt in der fotografischen Erschließung von
Architektur durch Ulrich Schwarz, die Art des Purismus und der Einbeziehung des
Lichts über die dokumentarische Erfassung von Gebautem deutlich hinaus.