PIERO DORAZIO

PIERO DORAZIO

Biographie

Bilder

Piero Dorazio (1927 – 2005) ist 1953 als Stipendiat der Havard University für ein Jahr in den USA. Danach mehrere längere Aufenthalte dort, Austausch mit Ad Reinhard, de Kooning, Franz Kline und Robert Motherwell. 1959 Teilnahme an der Documenta II in Kassel, 1988 auf der Biennale in Venedig. Dorazio geht von der Einsicht aus, dass die bildnerischen Mittel selbst, neue bildnerische Verfahren ohne Abbildlichkeit und literarischen Mehrwert adäquatere Möglichkeiten enthalten, der Realität in ihrer Disparatheit zu entsprechen. Das Medium hierfür ist die Farbe, in der Frühzeit auch das Schwarzweiß; die formalen Mittel hierzu, Linie und Streifen, sind von großer Variationsbreite. Sie erfahren zugleich eine „Entformung zugunsten der Farbe“ (Gottfried Boehm), auch, wie hinzuzufügen ist, zugunsten der Darstellung von Licht, dem Farbe und Schwarzweiß gleichermaßen dienen. In den Texturen, ihren Modulationen und Rhythmen, manifestiert sich das Licht als Energie. Es besteht ein Ausgleich von Bewegung und Ruhe. Die Bilder zeichnet ein vitaler Impuls aus, der rationalen Anlage eignet zugleich eine unkalkulierbare Offenheit. Analyse und frei sich entfaltende Dynamik halten sich die Waage.