JEAN FAUTRIER

JEAN FAUTRIER

Biographie

Bilder

Das bedeutende frühe malerische Werk von Jean Fautrier (1898 – 1964), die Akte, Porträts, Stillleben und Landschaften der zwanziger Jahre, gehören der sogenannten schwarzen Malerei an. Es handelt sich aber nicht um düstere Stimmungsbilder, die Arbeiten sind ort- und zeitlos; es sind malerische Erkundungen fern jeder erzählerischen, elegischen Absicht. „Der Akt ist für Fautrier eine elementare Situation der Malerei, so wie das Stillleben, die Landschaft… Es geht um die Definition von Volumen, Fläche, Raum.“ (Siegfried Gohr) Die spätere Entwicklung des Künstlers zur Bewegung der art informel, der Fautrier aber nur bedingt zuzurechnen ist, hält sich fern von der gegenstandslosen Malerei der Nachkriegszeit, sie bleibt der Realität verpflichtet. Wie umgekehrt dem gegenstandsbezogenen Bild von Fautrier immer eine Tendenz zur Abstraktion innewohnte. Und das Figurenbild erfährt in den zarten Zeichnungen seit den vierziger Jahren eine wunderbare Neuinterpretation und Sublimierung. 1959 war Fautrier auf der Documenta II in Kassel vertreten. 1960 erhielt er mit Hans Hartung den Großen Preis der Biennale von Venedig.