GERHARD FIETZ

GERHARD FIETZ

Biographie

Bilder

Gerhard Fietz (1910 – 1997) studierte von 1930 bis 1932 in Breslau bei Alexander Kanoldt und Oskar Schlemmer, danach an der Kunstakademie Düsseldorf. Aus der Kriegszeit in Russland 1941 bis 1943 haben sich eindrucksvolle Kohlezeichnungen von Porträts und Landschaften, Fotografien und Tagebuchaufzeichnungen erhalten. 1949 war Gerhard Fietz neben Willi Baumeister, Rupprecht Geiger und anderen Gründungsmitglied der Gruppe ZEN 49. Ihr schlossen sich weitere Künstler, wie Julius Bissier, Wilhelm Nay und Emil Schumacher bis zur letzten gemeinsamen Ausstellung 1957 an; zu den Gästen gehörten auch Hans Hartung und Pierre Soulage.

Nach den Erfahrungen des Krieges und zunächst im Rückgriff auf die Tradition suchte man nach neuen künstlerischen Wegen, ohne programmatische Festlegung und ohne das Bemühen um eine dezidierte Bildaussage. Führende Kunstkritiker, wie Will Grohmann, Ludwig Grote und John A. Thwaites, wiesen auf die Bedeutung von Fietz innerhalb dieser Bewegung hin. Die Farbe gewinnt zunehmend an Autonomie, das Nichtgegenständliche tritt in den Vordergrund. Für Fietz bleibt auch das Porträt ein Thema auf der Suche nach einer „Bildform.. im Spiegel von Lebenserfahrung“ (Gerhard Fietz).

Nach Gastdozentur 1956 an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Hamburg war er von 1957 bis 1975 Professor an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. Neben vielen anderen Ausstellungen brachte vor allem die umfassende Ausstellung und Publikation von 1986 „ZEN 49“ der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden den Rang dieser Bewegung für die deutsche Nachkriegsmoderne wieder ins allgemeine Bewusstsein. Arbeiten von Gerhard Fietz befinden sich unter anderem in der Berlinischen Galerie Berlin, im Lehmbruck Museum Duisburg, im Sprengel-Museum Hannover und im Museum of Modern Art New York.