GOTTFRIED SALZMANN

Biographie

Bilder

Gottfried Salzmann, 1943 in Saalfelden bei Salzburg geboren, studierte 1963 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, 1965 Übersiedlung nach Paris und Studium an der École des Beaux Arts. Die Landschaftsbilder fanden früh Anerkennung. 1972 erster Preis für Zeichnung Pierre David-Weill des Institut de France, Paris, und Theodor Körner Preis in Wien. 1982 große Monographie von Walter Koschatzky, dem Direktor der Albertina in Wien, und Retrospektive in der Albertina. Ebenfalls 1982 Monographie von Wieland Schmied zu den Zeichnungen. 1991 Ausstellung im Rupertinum in Salzburg. 2011 Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst. Die jüngste umfangreiche Publikation erschien 2013 im Prestel Verlag.

Klaus Albrecht Schröder: Obwohl Gottfried Salzmann in der Tradition der großen Aquarellmeister steht, bleibt er in der Art der Farbgebung und im Aufbau der Bilder doch ganz eigenständig. Sie sind über die Virtuosität in der Handhabung der Technik hinaus von großer Komplexität und hierin singulär. Salzmann vermag aus dem Weiß des Papiers ein expressives Grundgerüst aufzubauen, das gleichrangig neben die Farbe tritt und darüber hinaus ein stabilisierendes Element für die Komposition bildet. (Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina Wien, 2006)

Wieland Schmied: Gottfried Salzmann musste sich der Landschaft erinnern und sie beschwören, indem er die Schwierigkeiten, die sie heute bereitet, mitartikuliert. So entstehen Landschaften, die sich entziehen, die zögern hervorzutreten, als wäre ihre Zeit vorbei oder noch nicht gekommen. Die Kohlezeichnungen scheinen der Nacht verschwistert. Das Dunkel ist hier Gottfried Salzmann licht genug: Es erlaubt ihm, sich auf die Suche nach Licht zu konzentrieren. So liebt er die Grautöne, die Schleier des Nebels und des Regens und das Zurücksinken der Landschaft in die Dämmerung. Die Strategien der Verweigerung der Landschaft zielen auf Erkenntnis und setzen die gestalterischen Energien frei. (Wieland Schmied, Die Verweigerung der Landschaft – Der Zeichner Gottfried Salzmann, 1982)