ERNESTO TATAFIORE

ERNESTO TATAFIORE

Biographie

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Publikation

Tatafiore, 1943 in Neapel geboren, nahm 1970 und 1980 an der Biennale in Venedig teil. Ebenfalls 1980 Beteiligung an der Überblicksausstellung zur Transavanguardia in der Kunsthalle Basel, im Museum Folkwang Essen und im Stedelijk Museum Amsterdam. 1982 große Einzelausstellung im Kunstmuseum Luzern. 1984 und 1985 Beteiligung an den Zeichnungsausstellungen im Kunsthaus Zürich und im Museum Moderner Kunst Wien. Ebenfalls 1985 Einzelausstellung mit dem graphischen Werk im Metropolitan Museum of Art, New York. 1987 Beteiligung an der Ausstellung „Terrae Motus“ im Grand Palais Paris (mit Joseph Beuys, Anselm Kiefer; Richard Long, Rauschenberg und Warhol). 1990 dritte Teilnahme an der Biennale in Venedig. 1993 Retrospektive im Museum Moderner Kunst in Wien.

Das Werk changierte zunächst zwischen Konzeptkunst und Arte Povera. Charakteristisch bleibt das Arbeiten mit unterschiedlichen Techniken und Materialien, die Verbindung von Malerei und Zeichnung mit Collage und objektartigen Skulpturen, der subversive Ansatz. Die zeichnerische Subtilität und die vermeintlich klassische, einfache Vorgehensweise verbinden sich mit einer verfremdenden und hintergründigen Manier. Die Themen und Personal sind häufig der Geschichte entnommen. Zentraler Bezugspunkt ist die Französische Revolution, die ihr innewohnenden Ambivalenzen, der mythologische Hintergrund, die Geschichte als Allegorie. Das geschieht in mehr spielerischer oder hintergründiger, die Sprache mit einbeziehender Form. Leitmotivisch begleitet diese universale Sicht der Vesuv, als ewiges Wahrzeichen der Gefährdungen in der Geschichte wie seiner Heimat, das Land, „in das man wie Odysseus immer wieder zurückkehren muss“. (La terra, come Ulisse, a cui bisogna sempre fare ritorno, Ernesto Tatafiore).