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JOAN HERNÁNDEZ PIJUAN
Der intime Raum – Die Erfahrung der Natur

Verlängerung der Ausstellung bis 30. Dezember 2021

Iris de Pascua, 2003, Gouache auf Japanpapier, 45 x 31 cm


1996, Gouache und Bleistift auf Papier, 23 x 32 cm

1996, Öl und Bleistift auf Papier, 15 x 24 cm

1988, Gouache und Bleistift auf Papier, 23,5 x 28,3 cm

Cami sobre blanc, 1994, Öl auf Leinwand, 130 x 162 cm

1994, Gouache auf Japanpapier, 15 x 26 cm

Ornamental sobre terra de Siena, 1999, Öl auf Leinwand, 145 x 162 cm

1995, Gouache auf Japanpapier, 15 x 20 cm

Joan Hernández Pijuan wurde 1931 in Barcelona geboren. Seit 1967 Beteiligung an den internationalen Überblicksausstellungen zur spanischen Kunst. Teilnahme an den Biennalen in Venedig 1960 und 1970. 1989 Professur an der Fakultät der Schönen Künste der Universität Barcelona. Auf der Weltausstellung in Sevilla 1992 repräsentativ vertreten im Spanischen Pavillon. 1993 umfassende Werkübersicht im Museo Nacional Reina Sofía in Madrid. In der Folge zahlreiche internationale Museumsausstellungen. Festigung seines Ranges als einer der bedeutendsten spanischen Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Metropolitan Museum und das Museum of Modern Art, New York, erwerben Arbeiten. 2005, im Jahr des Todes des Künstlers, Sonderpräsentation mit Agnes Martin auf der 51. Biennale in Venedig.

Die Beschäftigung mit Fragen zum Raum und Landschaftsraum waren der Ausgangspunkt für die künstlerische Arbeit von Hernández Pijuan. Im Vordergrund steht die Überlegung, den Raum aus der Anschauung und der Malerei zu gewinnen. Das gilt in gleichem Maße für die pastosen mit Öl gemalten Leinwände wie für die Papierarbeiten, die, in Gouache oder ebenfalls in Öl ausgeführt, etwas von der malerischen Dichte der Leinwände bewahren. „Pijuan’s surfaces are physical. They have meaningful underneaths. Their physical thickness facilitates the metaphysical depths that belongs to the work… His surfaces are build up for the disclosing what is underneath.“ (Arthur C. Danto) Zum Landschaftsraum als malerische Erscheinung gehört das zeichnerische Motiv, der Gegenstand als elementare Form in zeichenhafter Reduktion und in Beziehung zu diesem Raum. So entsteht eine Interaktion von Dargestelltem und der Fläche als Raum. Der hohe Abstraktionsgrad und die Unmittelbarkeit und sinnliche Ausstrahlung der Arbeiten sind eins.

Die Galerie zeigt in der Ausstellung unter anderem Arbeiten aus der Iris-Serie, die der Künstler in einer Vielzahl von Variationen in fast ritueller Regelmäßigkeit schuf und zwar in seinem Haus in Folquer im Westen von Katalonien immer zur Osterzeit. Die Natur ist der Ausgangspunkt, das Motiv der Iris steht dafür stellvertretend, jede Variation wird in diesem Prozess in ihrer reinen farblichen Erscheinung erfasst und zugleich zum Prototyp ihrer Gattung.

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