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Horst Schäfer

Eröffnung der Ausstellung: 16. Mai 2024, 12 bis 18 Uhr
16. Mai bis 6. Juli 2024

7th Avenue, Garment District, 1962

Horst Schäfer (1932-2022) wanderte 1961 nach New York aus. Er wird früh Mitarbeiter des New Yorker Büros von Agence France-Press (AFP), erlangt dadurch Zugang zu den wichtigen Presseagenturen und Fotozeitschriften. Seine Arbeiten erscheinen unter anderem in Newsweek, Harper’s Bazaar, Life, Fortune. Erster größerer Beitrag 1962 in US Camera, 1964 Ausstellung von „Architectural Views“ im Rockefeller Center, im folgenden mehrere Fotoreportagen in der New York Times.

Daneben steht die freie Arbeit, die sich häufig aus der Auseinandersetzung mit der Topographie Manhattans entwickelt. Die Architekturaufnahmen erschließen in ihrer abstrakten, strukturellen Auffassung und der Lichtführung eine eigene ästhetische Welt und gewinnen dem Medium neue Möglichkeiten ab. Ebenso verdichten die Straßenszenen, die Bilder der Parks und städtischen Randzonen ein spezifisches Moment, wie sie durch die kompositorische Qualität, die Schwarzweißwerte und den Stimmungsgehalt etwas Zeitloses vermitteln.

42nd Street, 1971

1968 erfolgt die Auszeichnung als „Outstanding Press Photographer of the Year 1968“. Nach der Rückkehr nach Deutschland 1980 Wiederaufnahme der Agenturtätigkeit. Die Zeitschrift Nike. European Photograph gibt 1994 eine großformatige Sondernummer zu Horst Schäfer heraus. 1996 findet eine umfassende Ausstellung in den Kunstsammlungen der Veste Coburg und 1997 in der Neuen Sammlung München statt. Die Publikation dazu wird mit dem „Sappi European Book Printer of the Year Award“ ausgezeichnet.

2020 erschien in der Edition Dittmar eine erweiterte und gänzlich überarbeitete Neuausgabe des New York-Kataloges zu Horst Schäfer von 2012, mit qualifizierten Fachbeiträgen und einer ausführlichen kommentierten Biographie.

„Horst Schäfer ist Reportagefotograf, doch sein Blick auf die Welt ist der eines Künstlers. Das hat ihm die Karriere nicht leichtgemacht, und trotz vieler Preise, Bücher und Ausstellungen zählt er noch immer zu den unbekannten Großen des Mediums.“ (F.A.Z., 3. Januar 2013)

Jamaica Bay, 1971