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Zeichnung heute II

Georg Baselitz ∙ Lucie Beppler ∙ Sophia Berg ∙ Jean Fautrier  Marcel Gähler ∙ Hernández Pijuan ∙ Arnulf Rainer ∙ Jack Sal Gottfried Salzmann ∙ Ernesto Tatafiore ∙ Hana Usui

Eröffnung: Samstag, 27. Juni 2026, 12-16 Uhr
27. Juni bis 22. August 2026

Sophia Berg, Formenkatalog IV, 2025, Graphit auf Bütten, 25,5 x 28,5 cm

Die Zeichnung nimmt in der Moderne eine herausgehobene Position ein. Sofern der Begriff der Zeichnung auf den Bildträger Papier ausgeweitet wird, was häufig geschieht, reicht ihre überragende Bedeutung noch deutlich weiter zurück.

Auf jeden Fall trat die Zeichnung spätestens seit dem i9. Jahrhundert „als eine eigenständige genuine künstlerische Ausdrucksmöglichkeit gleichberechtigt neben die Malerei. Unter dem alten Titel der Zeichnung treten nunmehr Werke mit einem völlig gewandelten Anspruch auf… Wo die gesamte Zeichenkunst seit der Renaissance in der einen oder anderen Form die Linie zum Ausgangspunkt ganz heterogener zeichnerischer Verfahren nimmt, wird die Frage spannend, auf welche Weise die Zeichnung im 19. Jahrhundert diese vereinseitigende Orientierung aufgeben durfte und dennoch als Gattung unbeschadet bestehen, ja unvorhergesehene Höhepunkte erreichen konnte.“ (Bernd Growe, in: Georges Seurat. Zeichnungen, München 1983, S. 15 ff.)

Gottfried Salzmann, Des traces d’arbres, 1988, Kohle auf Papier, 65,5 x 83 cm