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Aktuelles Vorschau Rückblick


Nora Schattauer
Arbeiten der letzten fünfzehn Jahre

19. Juni bis 22. August 2021

Kupfer 70, 2019, 30 x 20 cm

Nora Schattauer studierte an der Universität Köln und an der Kunstakademie Münster. Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen unter anderem im Neuen Museum Weserburg, Bremen, im Museum Kunstpalast, Düsseldorf, in der Alfred Erhardt Stiftung, Berlin, der Ham-burger  Kunsthalle, der Kunstbibliothek Staatliche Museen zu Berlin, im Mai 2018 im Museum Ostwall, Dortmund. Seit 2010 Herausgeberin von monografischen Heften zur zeitgenössischen Zeichnung. Zahlreiche Publikationen. 2020 Fritz-Winter-Preis. 2021 Werkverzeichnis der Künstlerbücher im Verlag Walther König.

Nora Schattauer beschäftigt sich mit Formfragen und Bildprozessen, die die herkömmlichen Gattungsgrenzen überschreiten. Zeichnung und Malerei, Linie und Farbe sind darin aufgehoben, aber nicht in herkömmlicher Weise gestalterisches Element, sondern Ergebnis vermittelter, neu erprobter Verfahrensweisen. Die Künstlerin arbeitet mit chemischen Lösungen, mineralischen Salzen und Säuren, die auf das Papier kontrolliert aufgetragen werden, derart, dass ein annähernd regelmäßiges, immer neu variiertes Muster das Grundgerüst bildet. Die Substanzen reagieren mit dem Papier, gehen Verbindungen ein und unterliegen, sich in der Zeit materialisierend, nachträglichen Farbveränderungen. Das Ergebnis ist nicht gänzlich kontrollierbar, Erfahrungswerte erlauben aber viele Möglichkeiten der Steuerung, wobei das Unerwartete seine konstitutive Funktion behält. Struk-turierter Aufbau und farbige Erscheinung sind unauflöslich ineinander verwoben, die mikroskopische Formenvielfalt weckt Naturassoziationen, das Pulsieren und Oszillieren Erinnerung an prozessuale Vorgänge.

Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog in der Edition Dittmar mit 88 Seiten, 60 Abbildungen und einem Beitrag von Bernard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München.